Umweltschutz

Wer den Umweltschutz fördern will, um verantwortungsvoll mit unserem Planeten umzugehen, muss verschiedene Parameter beeinflussen. In der gewerblichen und industriellen Produktion gehört dazu vor allem der sparsame Umgang mit Ressourcen und Energie. In Deutschland ist die Wirtschaftsleistung gewachsen, aber der Energieverbrauch in der Industrie ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten erfreulicherweise gesunken. Der Rückgang der industriellen Produktion im Osten Deutschlands hat daran seinen Anteil, wie der rückläufige Verbrauch von Energie in der Industrie grundsätzlich.

Damit ist der industrielle Sektor im Vergleich mit den anderen drei Sektoren – „Verkehr“, „Haushalte“, „Gewerbe, Handel, Dienstleistungen“ von Platz eins auf Platz zwei der größten Verbraucher gerutscht. Die meiste Energie in den Fabriken wird dabei für Prozesswärme benötigt. Sie verbraucht rund zwei Drittel der Energie. Ein Viertel wird für mechanische Energie gebraucht. Das Heizen von Gebäuden nimmt nur einen kleinen Teil der Gesamtmenge ein. Energieeinsparungen sind in der Industrie kein Selbstzweck, sie helfen Kosten zu senken und Bestimmungen einzuhalten. Und: Sie werden zunehmend auch für den Absatz wichtig, weil die Käufer kritischer werden.

Wennigsen/Hiddenhausen 

Verschiedene Unternehmen – ein Bekenntnis

Für die Reduzierung des Energieverbrauchs in der Produktion gibt es gleich drei sehr gute Gründe: Betriebskosten senken, Klima schützen und Ressourcen schonen. Die Unternehmen in Deutschland gehören – global betrachtet – zu den Vorreitern auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz. Zwei davon sind Laverana und die Remmers Gruppe. Beide sind Sparkassenkunden.

In 40 Ländern sind die Produkte von Laverana gelistet. Die Basis für die Naturkosmetikartikel bildet eine große Zahl von Bio-Inhaltsstoffen.

„Erst wurden wir belächelt, dann bewundert und zu guter Letzt kopiert“, sagt Klara Ahlers und meint damit Laverana. Die Produkte des zertifizierten Naturkosmetikherstellers, bekannt unter dem Namen lavera, sind mittlerweile in 40 Ländern gelistet. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen heute rund 380 Mitarbeiter. Klara Ahlers teilt sich seit mehr als 25 Jahren mit dem Gründer und Gesellschafter Thomas Haase die Geschäftsführung. Beide sind Autodidakten: Sie ist Erzieherin, er hat Industrie-Design studiert.

Die Chemie stimmt: Klara Ahlers und Thomas Haase von Laverana mit Frank Rakel von der Sparkasse Hannover.

Der erste Unternehmensstandort war eine Scheune. „In den zweieinhalb Jahrzehnten des Wachstums ist viel geschehen“, sagt Ahlers, „aber unsere Ziele sind die gleichen geblieben: Demokratisierung, Differenzierung und Internationalisierung.“ Daneben seien es Umweltschutz, Nachhaltigkeit und biologische Rohstoffe, die das Unternehmen charakterisieren. Tatsächlich werden für die verschiedenen Reinigungs- und Pflegeprodukte in Summe über 300 Bio-Inhaltsstoffe eingesetzt. Tierversuche sind bei Laverana tabu, genauso wie Silikone, Erdöle, Aluminiumsalze oder Mikroplastik. Die Spötter, die sich früher über das vermeintliche Nischenprodukt „Naturkosmetik“ lustig gemacht haben, sind verstummt. Über eine Milliarde Euro Umsatz erzielt zertifizierte Naturkosmetik inzwischen in Deutschland – das schafft Respekt. Es wundert nicht, dass Ahlers und Haase auch erfolgreich versuchen, möglichst energieeffizient zu arbeiten und zu produzieren. Entsprechend investiert Thomas Haase kontinuierlich in die hochmoderne und energiesparende Produktion – vor allem mithilfe der Sparkasse Hannover. Der vertraute Ansprechpartner ist hier Frank Rakel. Er schätzt das Unternehmen nicht nur wegen seines Erfolgs und des guten persönlichen Verhältnisses zu Ahlers und Haase. „Laverana hat für die Region Gewicht, weil es ein produzierendes Unternehmen ist, das als Arbeitgeber wichtig ist und gleichzeitig weit über die Region hinausstrahlt“, sagt er. Er sieht sich dabei seit vielen Jahren auch als Berater von Laverana. Zu Recht, wie Thomas Haase und Klara Ahlers bestätigen: „Als Mittelständler ist uns der persönliche Kontakt und Austausch sehr wichtig und den haben wir mit unserem Firmenkundenbetreuer, Herrn Rakel.“

Von Wennigsen bei Hannover, dem Standort von Laverana, bis nach Hiddenhausen ist es nicht weit. Mit dem Auto braucht es kaum mehr als eine Stunde. Hiddenhausen ist Heimat für rund 20.000 Menschen und zugleich einer der Standorte der Remmers Gruppe. Hier stellt das Unternehmen vor allem Lacke für hochwertige Beschichtungen im Rahmen der industriellen und handwerklichen Fertigung von Möbeln, Türen und sonstigen Hölzern für den Innenausbau her. „Das Unternehmen kann auf eine jahrzehntelange Geschichte zurückblicken und hat für die Gemeinde Hiddenhausen eine große Bedeutung“, sagt Frank Rehmeier. Er ist der Firmenkundenbetreuer der Sparkasse Herford für diesen Standort der Remmers Gruppe. Die Bedeutung des Standortes wird in Zukunft noch wachsen – da ist sich Rehmeier sicher. Warum? Weil der Weg richtig ist, den das Unternehmen an diesem Standort geht. Die Produktion wird ausgeweitet und gleichzeitig wird auch in umweltschonende und energieeffiziente Technik investiert. Dabei ist, so Rehmeier, Umweltschutz kein neues Ziel an diesem Standort: „Hier ist man traditionell gut aufgestellt, wenn es um den Umweltschutz geht, auch weil die Produktionsstätte am Rande eines Naturschutzgebiets liegt.“

Gemeinsam für Energieeffizienz und wirtschaftlichen Erfolg: Klaus Boog von der Remmers Gruppe, Frank Rehmeier von der Sparkasse und Christian Hoischen von der NRW.BANK.

 P4 Kredite für Umweltschutz, Energie- und Ressourceneffizienz

 

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Ein System zur passgenauen Berichterstattung der Sparkassen-Finanzgruppe

Dazu ist auch der Umfang der Investitionen von Gewicht, erklärt er: „Wir sprechen hier über einen Betrag von rund 20 Millionen Euro, für den wir den NRW.BANK.Effizienzkredit in Höhe von 5 Millionen Euro eingesetzt haben. Zusätzlich wurden über die NRW.BANK weitere Fördermittel der KfW zur Verfügung gestellt.“ Auf der anderen Seite des Tischs, also für die Remmers Gruppe, sitzt bei den Gesprächen Klaus Boog. Er ist als Vorstandsmitglied für das Ausland, die Finanzen und den Standort Hiddenhausen zuständig. „Wir werden in Hiddenhausen Europas effizienteste Lackfabrik in diesem Bereich schaffen“, sagt er. Das Maßnahmenpaket ist umfassend und reicht von neuer Anlagentechnik bis zur energetischen Sanierung. Damit soll der schon eingeschlagene Weg – verantwortungsbewusster Umgang mit Ressourcen, vermehrte Umstellung auf natürliche Rohstoffe und Lacke auf Wasserbasis – weitergegangen werden. Ein wichtiger Punkt ist neben der neuen und sehr energieeffizienten Technik das geschlossene Anlagenkonzept. Das führt zu mehr Emissionsschutz und mehr Arbeitsschutz für die Mitarbeiter. Rehmeier und Boog arbeiten noch nicht lange zusammen, sondern erst zwei, bald drei Jahre. Aber beide sind sich sicher: „Die Chemie stimmt!“

Neben der energieeffizienten Produktion spielt auch die Forschung in der Remmers Gruppe eine große Rolle.

Diese „Chemie“ stimmt auch, weil beide – Unternehmen und Sparkasse – das gleiche Ziel haben: erfolgreich wirtschaften auf nachhaltiger Basis. „Die Institute der Sparkassen-Finanzgruppe engagieren sich stark in der Kreditfinanzierung von Investitionen in Energieeffizienz und Umweltschutz.“ So steht es in dem Berichterstattungssystem der Sparkassen unter Indikator P4 zu den Krediten für Umweltschutz, Energie- und Ressourceneffizienz. Laverana und Remmers sind zwei von vielen Beispielen, wie die Sparkassen in Deutschland ganz im Sinne des nachhaltigen Wirtschaftens handeln.