Nachhaltiges Wachstum

Leben braucht Wachstum. Viele biologische Prozesse sind nur deshalb möglich, weil sich Zellen vermehren. Ähnlich ist es auch in der Wirtschaft. Wenn eine Gesellschaft mehr herstellt, als sie selbst verbraucht, kann sie diese Überschüsse verkaufen oder eintauschen. Ökonomen sind sich deshalb darüber einig, dass Wirtschaftswachstum Wohlstand schafft. Diskutiert wird über die Frage, unter welchen Bedingungen produziert werden darf.

Nachhaltig wirtschaften bedeutet, Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu erhalten. Anders formuliert: Es soll wie in einem Wald nur das verbraucht werden, was wieder nachwächst.

Das setzt langfristiges Denken voraus und schafft die Voraussetzung für ein Wirtschaftswachstum, das nachfolgenden Generationen nicht schadet. Bei diesem Prinzip des Substanzerhalts steht nicht der schnelle Profit im Mittelpunkt, sondern eine langfristige Geschäftsentwicklung, die Deutschland und seinen Regionen nützt – auch über nationale Grenzen hinweg. Wie können Unternehmen in einem nachhaltigen Wirtschaftswachstum unterstützt werden?

Frankfurt / Oder

Über Grenzen erfolgreich

Sparkassen setzen sich überall in Deutschland für nachhaltiges Wirtschaftswachstum ein. So auch in Frankfurt an der Oder, wo das Deutsch-Polnische Kooperationsbüro der Sparkassen Unternehmen beiderseits der Grenze unterstützt. Das hat auch die Fröbel-Gruppe, ein Betreiber von Kindergärten und Horten, genutzt.

 

Das Team um Marta Sztelmach-Więcek unterstützt deutsche und polnische Unternehmen bei der Ansiedlung im Nachbarland.

Für Stefan Spieker, Geschäftsführer der Fröbel-Gruppe, ist die internationale Ausrichtung des Unternehmens eine Herzensangelegenheit. 

In den Krippen und Kindergärten der Fröbel-Gruppe lernen schon die Kleinsten eine zweite Sprache. „Dabei setzen wir nicht nur auf Englisch. In Frankfurt an der Oder haben wir ein deutsch-polnisches Konzept umgesetzt“, sagt Stefan Spieker. Er ist Geschäftsführer des gemeinnützigen Unternehmens, das in 140 Tagesstätten und Horten über 12.000 Kinder betreut. Für ihn war es in der Folge nur konsequent, das erfolgreiche Modell ebenfalls für polnische Kinder anzubieten. „Wir wollen von unseren Nachbarn lernen und dabei zusätzliche Potenziale erschließen.“

Doch bevor die Fröbel-Gruppe im Dezember 2014 ihren ersten Kindergarten in Poznan eröffnen konnte, galt es, eine Reihe von Hürden zu überwinden. Nicht nur in Deutschland sind Einrichtungen für Kinder streng reguliert. Auch in Polen gelten viele Rechtsvorschriften, braucht man Genehmigungen und Zertifikate. „Und wir mussten die richtigen Partner vor Ort finden. 

Bei all dem half uns das Deutsch-Polnische Kooperationsbüro der Sparkassen“, erläutert Spieker. Das zweisprachige Expertenteam von Marta Sztelmach-Więcek half dem Unternehmen nicht nur mit der passenden Bankverbindung, sondern vermittelte einen Steuerberater und anwaltliche Fachberatung.

Insbesondere profitierte die Fröbel-Gruppe vom umfangreichen Wissen des Sparkassenteams und den richtigen Kontakten in Polen. „Unsere gemeinnützige Rechtsform lässt sich nicht so einfach in anderen Ländern abbilden. Deshalb mussten wir vieles neu denken“, beschreibt Spieker die Herausforderungen in Polen. Dabei half das Deutsch-Polnische Kooperationsbüro der Sparkassen, das Mitglied des internationalen Netzwerks S-CountryDesk der Sparkassen-Finanzgruppe ist, mit seinem Beratungsnetzwerk, viele Klippen zu umschiffen. „Ich war beeindruckt von der Kompetenz, die die Sparkassen im internationalen Geschäft mitbringen“, beschreibt Spieker die Unterstützung. Das habe der Fröbel-Gruppe die Gründung der Gesellschaft Froebel Polska erleichtert.

Polnische Kinder besuchen heute ganz selbstverständlich den Fröbel-Kindergarten in Poznan. Von den Gleichaltrigen in den Fröbel-Kindergärten in Frankfurt an der Oder trennen sie knapp 180 Kilometer. Doch würden sich die Jungen und Mädchen aus beiden Ländern auf dem Spielplatz treffen, hätten sie vermutlich kein Problem, miteinander ins Gespräch zu kommen.

"Kompetenz für Kinder" - Dieser Leitgedanken bildet die Basis für die pädagogische Arbeit mit den Kindern an allen Standorten.

 P12 Förderung von Unternehmensgründungen

Die Förderung von Unternehmensgründungen gehört zu den Aufgaben der Sparkassen-Finanzgruppe. Dadurch leisten wir einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wirtschaftsentwicklung und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze in der Region. Dabei setzen wir sowohl eigene Mittel als auch Refinanzierungen durch Förderbanken des Bundes und der Länder ein. 
Allein mit Geldmitteln aus KfW-Förderprogrammen hat die Sparkassen-Finanzgruppe 2015 insgesamt 5.321 (2014: 5.161) Existenzgründungen finanziert. Die bereitgestellten Kredite belaufen sich auf 683,0 Mio. Euro (2014: 493,4 Mio. Euro).

Insgesamt finanzierten wir unter Berücksichtigung weiterer Fördermittel und von Eigenmitteln 10.510 (2014: 9.960) Existenzgründungen im Volumen von 1.287 Mio. Euro (2014: 1.173 Mio. Euro), davon waren 6.725 Neugründungen, 2.820 entfielen auf Übernahmen bestehender Unternehmen. Durch die finanzierten Vorhaben wurden rund 21.600 Arbeitsplätze geschaffen bzw. erhalten.

1.287  Mio.  Euro Kredite für Unternehmensgründungen 
Mehr erfahren

Unsere Indikatoren

Ein System zur passgenauen Berichterstattung der Sparkassen-Finanzgruppe