Klimakompensation

Das Angebot an „klimaneutralen“ Dienstleistungen oder Produkten für private und gewerbliche Kunden wächst stetig. Verbunden damit stellt sich die Frage: Sind solche Initiativen sinnvoll, und wie seriös sind die wachsenden Kompensationsangebote für CO2-Belastungen? Studien belegen, dass Klimakompensation ein sinnvolles Element einer Klimaschutzstrategie für Unternehmen und Privatleute ist.

Eingebunden in eine Gesamtstrategie ist die Klimakompensation ein wichtiger Weg für wirksamen Klimaschutz. Der erste Schritt heißt jedoch: Treibhausgasemissionen einsparen, beispielsweise durch Ökostrom, Bahnfahren, Wärmedämmung und natürlich durch energiesparendes Verhalten im Alltag.

Der zweite wichtige Hebel ist die dauerhafte Minderung der CO2-Belastung durch den lokalen Ausbau erneuerbarer Energien, beispielsweise durch Solaranlagen auf Schuldächern oder auf dem eigenen Firmendach. Solche Projekte helfen die Energieversorgung auf eine klimafreundlichere Basis zu stellen. Auf welche Weise kann die Kompensation nicht vermeidbarer CO2-Belastungen in eine differenzierte Klimastrategie eingebettet werden?

Der Klimaschutzwald der Provinzial Rheinland wurde in einer gemeinsamen Aktion der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens gepflanzt.

Düsseldorf

Ein Klimaschutzwald für die Umwelt

Grüne Visitenkarten haben viele Unternehmen. Doch eine 450 Hektar große ist schon etwas Besonderes. So viel Wald ließ die Provinzial Rheinland Versicherung aufforsten, um alle nicht vermeidbaren CO2-Emissionen zu kompensieren. Dazu gehört auch ein Klimaschutzwald, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens in einer großen Pflanzaktion anlegten.

So viel Engagement ist bei der Provinzial Rheinland, einem Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe, Programm. „Den Anspruch auf Nachhaltigkeit haben wir in unserem neuen Unternehmensleitbild festgeschrieben: ‚Wir wollen ökonomische, soziale und ökologische Nachhaltigkeit‘“, berichtet Marita Krüssel, die Umwelt- und Gesundheitsmanagerin der Provinzial Rheinland.

Mittels eines intelligenten Umweltmanagements nimmt die Provinzial alle Unternehmensbereiche kritisch unter die Lupe. Ziel ist es, den Ressourceneinsatz kontinuierlich zu senken und Klimabelastungen zu vermeiden. Verbleibende Emissionen werden kompensiert. Dies geschieht etwa durch den 2011 von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angelegten Klimaschutzwald.

Zusammen anpacken für den Klimaschutz. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Provinzial Rheinland eine ganz praktische Angelegenheit.

Klimaschutz erfahren die Mitarbeiter des Unternehmens auch auf anderem Weg ganz praktisch. Um sie zur Vermeidung von CO2-Emissionen zu motivieren, erhielten sie ein persönliches Klimasparbuch. Darin konnte jeder seine individuellen Energiesparmaßnahmen eintragen. 87.500 Kilogramm CO2 wurden innerhalb von zweieinhalb Jahren auf diese Weise eingespart.

„Den jeweils erzielten Klimanutzen stockte die Provinzial durch weitere Aufforstungsprojekte auf“, sagt Krüssel. Die Bäume im Klimaschutzwald speichern in den nächsten zehn Jahren 175 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases. „Gerade wir als Versicherer müssen ein besonderes Interesse daran haben, dass Klimaschutz einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft einnimmt – aus Verantwortung für künftige Generationen“, begründet Dr. Walter Tesarczyk, Vorstandsvorsitzender der Provinzial Rheinland, das Engagement.

Damit gehört die Provinzial Rheinland zu den Unternehmen, die sich freiwillig ambitionierte Ziele bei Klimaschutz und Energieeffizienz gesetzt haben. Mit Erfolg: Das gesteckte Ziel, die eigene Geschäftstätigkeit bis zum 175-jährigen Jubiläum im Jahr 2011 zu 100 Prozent klimaneutral zu stellen, wurde bereits zum Jahresende 2010 umgesetzt.

 H6 Umweltkennzahlen

Die Sparkassen-Finanzgruppe verpflichtet sich dem ressourcenschonenden Wirtschaften. Wir arbeiten an der Verkleinerung unseres ökologischen Fußabdrucks, dazu engagieren wir uns unter anderem auch im Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e. V.
Eine stetig wachsende Zahl von Instituten erstellt Umweltberichte und hat im eigenen Haus ein Umweltmanagementsystem etabliert. Die Berichterstattung dazu erfolgt derzeit auf lokaler Ebene.

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